Pumpen Spülen Schleudern

Kumpane Tanztheater

 

 

Wie Beyeler und Krähenbühl kontrolliert ausser Kontrolle geraten, das ist ein Fest. Anfangen zu tanzen, während das normale Leben schweigt oder um Worte ringt. Auch die Dinge um ihn herum fangen plötzlich an zu sprechen, verselbständigen sich. Gestalt gibt ihnen Tina Beyeler. Aus der Waschmaschine schaut sie als Hauswart, als Geliebte hängt sie in der Wäscheleine. Oder ist es seine Libido, die sich da aufrafft und kurz darauf wie ein Sack zusammenfällt – ausgewrungen, aufgehängt? Nichts ist eindeutig. «Waschen spülen schleudern» lebt von der Mehrdeutigkeit. Es ist ein Wechselbad von Gefühlen und Assoziationen, ein absurder Leckerbissen. Schlicht hat Markus Schönholzer die Musik dazugesetzt. Ein Vibrieren im Dunkeln, als ob die Wände der Waschküche nur darauf warten würden, dass endlich einer kommt. Manchmal nur ein paar Töne rauf und runter, eine kleine Melodie, rhythmisch unterlegt, aber immer passend und unaufdringlich.

 

Ich finde, der oben zitierte Journalist hat unser Tanztheaterstück wunderbar treffend umschrieben. Das Zusammenspiel von Andri Beyelers Texten, Tina Beyelers Tanz und Sebastian Krähenbühls Schauspiel ist immer wieder ein Ereignis — und ein gefundenes Fressen für den Songwriter in mir. Klickt doch einfach auf den kleinen Film da oben, und ihr hört schon, was ich meine.


Mitwirkende:
Tanz/Spiel: Tina Beyeler, Sebastian Krähenbühl
Text/Dramaturgie: Andri Beyeler
Musik: Markus Schönholzer
Bühne: Angelica Paz Soldan
Kostüme: Diana Ammann
Licht: Fiona Zolg